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Abstract

Der Transporthubschrauber Sikorsky CH-53 nutzt seit den 1960er-Jahren das Inflight Blade Monitoring System (IBIS) zur kontinuierlichen Erkennung struktureller Risse in den Rotorblatt-Holmen. Die hohlen Aluminium- oder Titanholme der Rotorblätter stehen unter Stickstoffüberdruck, der im Normalzustand eine radioaktive Strontium-90-Quelle ($^{90}\text{Sr}$) mechanisch abschirmt. Führt ein Riss zu einem Druckabfall, gibt ein Federmechanismus die Beta-Strahlungsquelle frei, was von einem Geigerzähler am Flugzeugrumpf erfasst wird und das Cockpit warnt. Dieses stromlose, mechanisch-nukleare System vermeidet störanfällige Schleifringe sowie rotierende Drahtloselektronik und bleibt auf älteren Flugzeugzellen bis heute im Einsatz.

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