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Abstract

Forscher der Scripps Institution of Oceanography an der UC San Diego haben ein Verfahren entwickelt, um gefälschte antike Keramiken anhand erdmagnetischer Signaturen zu identifizieren. Die in PNAS veröffentlichte Methode nutzt die sekundäre, schwache visköse remanente Magnetisierung (VRM), die sich über Jahrhunderte im Material aufbaut, anstatt sich nur auf die primäre thermisch remanente Magnetisierung (TRM) zu stützen. In Tests an 45 Keramikproben benötigten Artefakte, die älter als 1.000 Jahre waren, eine Erwärmung auf mindestens 234 °F (ca. 112,2 °C), um ihr VRM-Signal zu löschen, während dies bei modernen Replikaten bei deutlich niedrigeren Temperaturen geschah. Das Verfahren bietet Museen, Archäologen und Strafverfolgungsbehörden ein neues Werkzeug im Kampf gegen den illegalen Antiquitätenhandel und gefälschte Raubkunst.

Wichtigste Punkte

Diskussions-Highlights

Glossar

Analysten-Hinweise

Der populärwissenschaftliche Artikel stellt die Funktionsweise der Methode teilweise irreführend dar. Die Ausrichtung des Vektors der thermisch remanenten Magnetisierung (TRM) lässt sich nur dann zur Datierung nutzen, wenn die exakte geografische und räumliche Position des Objekts während des Brennvorgangs im Ofen bekannt ist (wie etwa bei feststehenden Ofenwandungen). Bei beweglichen Gefäßen oder Scherben ist die TRM-Ausrichtung räumlich zufällig. Der tatsächliche wissenschaftliche Durchbruch der PNAS-Studie liegt nicht in der TRM-Vektorrichtung, sondern in der Messung der thermischen Relaxationszeit der viskösen remanenten Magnetisierung (VRM) über die Entsperrungstemperatur.

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