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Abstract

Der vorliegende Untersuchungsbericht (Cornu-Bericht, 1991) beurteilt die Auslandsbeziehungen der geheimen Schweizer Widerstandsorganisation P-26 sowie ihres Vorgängers (Spezialdienst) zu ausländischen Stay-Behind-Netzwerken („Gladio“), der NATO und fremden Nachrichtendiensten. Die administrative Untersuchung kommt zum Ergebnis, dass die Schweiz weder organisatorisch noch strukturell in die NATO-nahen Koordinationsgremien Allied Clandestine Committee (ACC) oder Clandestine Planning Committee (CPC) eingebunden war.

Es bestand jedoch von 1967 bis 1990 eine intensive, bilateral organisierte Zusammenarbeit mit britischen Geheimdiensten. Diese umfasste die Ausbildung Schweizer Kader in Großbritannien, die Durchführung gemeinsamer Stabs- und Transportübungen (z. B. CRAVAT, TARGUM, MONT D'OR), die Bereitstellung von Material sowie den Kauf des hochentwickelten AEG-Übermittlungssystems Harpoon über die Bundesrepublik Deutschland als Vermittler. Zudem existierten bis ca. 1980/81 konkrete Planungen für den Aufbau einer Schweizer Exil- und Führungsbasis in Großbritannien (Projekt Edelweiss). Die Kooperation basierte auf informellen Absprachen (Joint Working Agreement 1984, Technical Support Memo 1987) unter Umgehung einer lückenlosen parlamentarischen und exekutiven Kontrolle durch den Gesamtbundesrat.

Wichtigste Punkte

Glossar

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