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Abstract

In dieser Episode von This Week in Virology (TWiV 1356) bieten Dr. Daniel Griffin und Dr. Vincent Racaniello ein klinisches Update zu aktuellen infektionsmedizinischen Lageberichten und gesundheitspolitischen Entwicklungen in den USA sowie zu globalen Virusausbrüchen. Zu den primären epidemiologischen Themen gehören der anhaltende Dengue-Ausbruch in Florida mit über 70 lokal erworbenen Infektionen sowie eine CDC-Warnung zu steigenden Tollwut-Expositionen und Fehlern bei der Verabreichung der Postexpositionsprophylaxe (PEP). Gesundheitspolitisch wird eine Aufdeckung des Magazins Nature beleuchtet, nach der hunderte Millionen US-Dollar aus dem Budget des National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID/NIH) an Biodefense-Programme des Verteidigungsministeriums (DoD) übertragen werden sollen.

Im weiteren Verlauf analysiert das Experten-Duo CDC-Daten zur Stagnation der HPV-Impfquoten bei US-Jugendlichen (nur 63,4 % vollständig geimpft) sowie den großflächigen Bundibugyo-Ebola-Ausbruch in der DR Kongo (über 6.750 bestätigte Fälle). Zudem wird die politische Einflussnahme auf die CDC-Erfassung von Masern-Todesfällen in Pennsylvania kritisch hinterfragt. Zwei klinische Studien stehen im Mittelpunkt des evidenzbasierten Teils: Eine in Pediatrics publizierte Untersuchung belegt eine 81-prozentige Reduktion von Hospitalisierungen bei pädiatrischen Influenza-Patienten durch die Einleitung einer antiviralen Therapie innerhalb von 48 Stunden. Eine im European Heart Journal erschienene Kohortenstudie an 2,39 Millionen Erwachsenen zeigt, dass eine COVID-19-Impfung das Risiko für schwere kardiovaskuläre Komplikationen (MACE) um 80 % senkt.

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