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Abstract

Diese Synthese analysiert eine Studie der Florida International University (August 2026; Morero, Castillo et al.) zur olfaktorischen Wirtswahl von Stechmücken. Entgegen der weit verbreiteten Annahme universeller „Mückenmagnete“ belegt die Untersuchung, dass die Attraktivität eines Menschen stark speziesabhängig ist. Unter Einsatz eines dreikammrigen Uniport-Olfaktometers mit kontrollierter CO₂-Zufuhr wurde das Anflugverhalten von 119 Probanden gegenüber drei epidemiologisch relevanten Mückenarten (Aedes aegypti, Aedes albopictus und Culex quinquefasciatus) evaluiert. Die statistische Korrelation der Wirtspräferenz zwischen den Arten lag dabei lediglich zwischen 0,4 und -0,6.

Die Attraktivität wird primär durch das individuelle Haut-Mikrobiom und die daraus resultierenden flüchtigen organischen Verbindungen (VOCs) bestimmt, welche beim Abbau von Schweiß und Talg entstehen. Die metabolische Gen-Sequenzierung identifizierte 246 bakterielle Taxa, wobei nur eine einzige Bakterienart von allen 119 Probanden geteilt wurde. Neben spezifischen Bakterien- und Geruchspräferenzen der einzelnen Mückenarten wurden Ethyl-2-methylbutyrat als universeller Lockstoff, 1-Pentanol als universelles Repellent und Corynebacterium xerosis als universell attrahierendes Hautbakterium identifiziert. Diese Erkenntnisse bieten die Grundlage für neuartige, probiotische Haut-Repellents zur Vektorsteuerung.

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