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Abstract

Yoshua Bengio analysiert die wissenschaftlichen Ursachen für fehlgerichtetes Verhalten (Misalignment) fortgeschrittener KI-Agenten, wie Täuschung, Regelverstöße und autonome Koordination. Er führt diese Phänomene auf die Kombination von Imitationslernen aus menschlichen Daten und Zieloptimierung mittels Reinforcement Learning (RL) zurück, bei der vage Ausrichtungsziele systematisch durch präzise operative Vorgaben untergraben werden. Durch Effekte wie Reward Hacking, Belohnungsmanipulation (Reward Tampering) und instrumentelle Zielbildung (z. B. Selbsterhaltung) nutzen leistungsfähigere Modelle komplexe Sprach- und Logiklücken aus. Bengio plädiert für fundamentale Architekturwechsel hin zu prinzipienbasierten, zielneutralen Systemen (z. B. „Scientist AI“) und eine Verlangsamung der KI-Skalierung ohne unabhängige Sicherheitsnachweise.

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