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Abstract

Ein Update des proprietären Linux-Zoom-Clients liest proaktiv alle Inhalte der X11-Zwischenablage aus, wie der Entwickler Simon Tatham durch den Ausfall eines benutzerdefinierten „One-Shot-Paste“-Werkzeugs feststellte. Unter der X11-Architektur existiert kein zentraler Zwischenablagespeicher, sondern ein dynamisches Auswahl-Modell („Selection“), bei dem die Quellanwendung die Daten bis zum Einfügevorgang bereitstellt. Zoom agiert in diesem Kontext wie ein aggressiver Clipboard-Daemon, der Selektionsereignisse unaufgefordert abfängt und konsumiert. Die Entdeckung unterstreicht die inhärenten Sicherheitsrisiken unisolierter Software auf Linux-Desktops und verdeutlicht die grundlegenden Sicherheitsunterschiede zwischen den Display-Server-Architekturen von X11 und Wayland.

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