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Abstract

Dieser Vortrag analysiert den historischen und technologischen Wandel bei der Definition und Klassifizierung von Zelltypen sowie deren Relevanz für die Onkologie. Ausgehend von morphologischen, farblichen und anatomischen Klassifizierungen wird aufgezeigt, wie moderne Färbe- und Bildgebungsmethoden (wie die In-vivo-Zwei-Photonen-Mikroskopie) die funktionelle Charakterisierung von Zellen revolutioniert haben.

Der technologische Übergang von der fluoreszenzaktivierten Zellsortierung (FACS) über Bulk-Analysen hin zu hochauflösenden Einzelzell-Methoden (Single-Cell-Transkriptomik und Epigenetik) offenbart, dass Zelltypen selten in starre, diskrete Kategorien passen. Vielmehr bewegen sie sich auf kontinuierlichen, hochdimensionalen epigenetischen Landschaften (analog zur Waddington-Landschaft). Am Beispiel von Krebserkrankungen wird demonstriert, wie Tumorzellen durch genetische Mutationen konventionelle Zelltypgrenzen überschreiten. Die daraus resultierende intratumorale Heterogenität erfordert präzise Sequenzierungsanalysen im klinischen Alltag, um therapieresistente Zellklone durch maßgeschneiderte Kombinationstherapien effektiv zu bekämpfen.


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