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Abstract

Dieser Vortrag bietet eine tiefgehende protokoll- und netzwerktechnische Analyse des Virtual Network Computing (VNC) und des zugrundeliegenden Remote Frame Buffer (RFB) Protokolls (standardisiert in RFC 6143). Trotz seines Alters (Entwicklung Ende der 1990er Jahre) ist VNC im Jahr 2026 weiterhin weitreichend im Einsatz, insbesondere in industriellen Steuerungsanlagen (Operational Technology / OT), Hypervisoren (wie QEMU/Proxmox), IP-KVM-Geräten und Legacy-Systemen.

Die Analyse beleuchtet die vier primären Phasen einer RFB-Sitzung: Versionsaushandlung, Authentifizierung (Handshake), Initialisierung und die interaktive Session. Ein kritischer Fokus liegt auf den inhärenten Sicherheitsdefiziten des Protokolls. Die standardmäßige VNC-Authentifizierung basiert auf dem veralteten Data Encryption Standard (DES) im Challenge-Response-Verfahren und limitiert Passwörter effektiv auf lediglich 8 Byte, während jegliche native Transportverschlüsselung im Protokoll fehlt. Zudem werden die verschiedenen Pixel-Kodierungs- und Kompressionstechniken (wie RRE, Hexle, TRLE und ZRLE) im Detail untersucht. Diese zeigen, wie das Protokoll versucht, Bandbreite durch Kachelung (16x16 Pixel große Tiles), Farbpaletten und Lauflängenkodierung (Run-Length Encoding) zu sparen, was jedoch die Protokoll-Schnittstellen und die Implementierung von Servern hochgradig komplex und fehleranfällig macht.

Wichtigste Punkte & Zeitstempel

Glossar

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