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Abstract

Dieser Vortrag analysiert die rechtlichen, steuerlichen und administrativen Rahmenbedingungen grenzüberschreitender Migration und Erwerbstätigkeit innerhalb der Europäischen Union (EU) aus deutscher Perspektive. Auf Basis einer 20-jährigen Praxis als Grenzgängerin zwischen Deutschland und Frankreich erörtert die Referentin Sara die praktische Umsetzung der EU-Freizügigkeit nach Artikel 45 der Grundrechtecharta. Im Fokus stehen dabei die EU-Verordnung 883/2004 zur Koordinierung der sozialen Sicherungssysteme sowie bilaterale Doppelbesteuerungsabkommen (DBA).

Neben klassischen Karriere- und Familienentscheidungen werden aktuelle politische Entwicklungen und Wahlergebnisse in ostdeutschen Bundesländern als wachsende Motivatoren für die Erstellung eines Migrations- oder „Backup-Plans“ für vulnerable Gruppen (wie queere oder neurodivergente Personen) identifiziert. Der Vortrag vergleicht die Modelle des Fernpendelns, des formellen Grenzgängerstatus in ausgewählten Grenzzonen und der finalen Auswanderung. Besonderes Augenmerk liegt auf den erheblichen steuerlichen Diskrepanzen – wie der stark reduzierten Einkommensteuerlast in Frankreich durch Pendlerpauschalen – sowie den rechtlichen Einschränkungen dieses Status für Selbstständige.

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Glossar

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