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Abstract

Diese Analyse bewertet das 16,5 Milliarden AUD umfassende Infrastrukturprogramm für den Flughafen Melbourne sowie die geplante Schienenanbindung (Melbourne Airport Rail Link). Mit über 5,4 Millionen Einwohnern hat Melbourne Sydney als bevölkerungsreichste Stadt Australiens abgelöst. Der 1970 eröffnete Flughafen verzeichnete im Jahr 2025 bei 37 Millionen jährlichen Passagieren eine Verspätungsquote von rund 25 % und Flugausfälle von 4 %. Zur Bewältigung des prognostizierten Passagieraufkommens von 76 Millionen bis 2042 fließen 4,5 Milliarden AUD in den Ausbau des internationalen Terminals T2 (fünf neue Gates, 500 Millionen AUD für Gepäckförderanlagen) sowie in eine 3 km lange, parallel verlaufende dritte Start- und Landebahn, die 2031 in Betrieb gehen soll.

Ergänzend dazu begannen 2026 die vorbereitenden Erdarbeiten für die 12 Milliarden AUD teure Bahnverbindung in die Innenstadt. Phase 1 sieht bis 2030 die Entflechtung eines 6 km langen Streckenabschnitts und den Umbau der Sunshine Station zu einem zentralen Umsteigeknoten vor. Phase 2 führt die Strecke bis 2033 zum Flughafen weiter. Ein langjähriger Streit zwischen Flughafengesellschaft und Regierung über die Bahnhofsbauweise (unterirdisch vs. oberirdisch) führte zu Verzögerungen. Dadurch wird die Schienenanbindung voraussichtlich erst 2033 fertiggestellt – zwei Jahre nach Inbetriebnahme der dritten Landebahn, was vorübergehend zu einer Verschärfung der Kapazitätsengpässe im Straßenverkehr führen wird.

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Glossar

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