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Abstract

Diese wissenschaftliche Synthese dokumentiert die Entdeckung des „Megashin-Kraters“, dem bisher größten neu identifizierten Einschlagkrater auf dem Mond, dessen Entstehung auf den Zeitraum zwischen April und Mai 2024 datiert wird. Die Entdeckung gelang durch Auswertung von Differenzaufnahmen des Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO), bei denen zunächst Anomalien in den Daten der Weitwinkelkamera (Wide-Angle Camera) festgestellt und anschließend mittels der Engwinkelkamera (Narrow-Angle Camera) hochauflösend bestätigt wurden.

Der Krater weist einen Durchmesser von über 222 Metern auf. Physikalische Modellierungen der Einschlagsdynamik deuten auf eine freigesetzte kinetische Energie von ca. 15 Kilotonnen TNT-Äquivalent hin. Diese wurde durch einen näherungsweise 10 Meter großen Impaktor bei einer Kollisionsgeschwindigkeit von 15 km/s erzeugt. Ereignisse dieser Größenordnung besitzen auf dem Mond ein geschätztes Wiederkehrintervall von etwa einmal pro Jahrhundert. Das bei der Kraterbildung freigelegte, frische Regolithmaterial besitzt eine höhere Albedo als die durch Weltraumverwitterung abgedunkelte Umgebung, reflektiert mehr thermische Strahlung und führt zu einer lokalen Absenkung der Oberflächentemperatur. Die feine Auswurfdecke (Ejecta) erstreckt sich über einen Radius von mehr als 100 Kilometern um das Einschlagzentrum.

Wichtigste Punkte & Zeitstempel

Glossar

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