Dieses Video bietet eine praktische Übersicht über den mobilen Handheld-Laserscanner Leica BLK360 (im Videokontext BLK2GO genannt) sowie dessen Integration in Leica-Software-Workflows. Der Vortragende demonstriert den gesamten Prozess von der Ausstattungsprüfung über die Inbetriebnahme mit der mobilen App und dem Standfuß bis hin zum Datenexport und der Registrierung in Leica Cyclone REGISTER 360. Zudem wird die Kombination von handgeführten Scans mit stationären Leica RTC360-Aufnahmen erläutert, um die Effizienz bei der Erfassung von Innen- und Außenbereichen zu maximieren und anschließende CAD-Workflows in Autodesk Revit zu speisen.
Wichtigste Punkte & Zeitstempel
0:00 Einführung in den Leica BLK2GO: Vorstellung des mobilen Handheld-Scanners, der für die schnelle Erfassung von Bereichen entwickelt wurde, wenn nur wenig Zeit zur Verfügung steht.
0:24 Lieferumfang und Kopplung: Das Gerät wird in einem Transportkoffer mit zwei zusätzlichen Akkus geliefert; ein QR-Code auf der Innenseite ermöglicht die schnelle Verbindung des Scanners mit einem iPhone.
1:48 Anwendungsbereich & Genauigkeit: Diskussion über die Zweckmäßigkeit von Scans – es muss abgewogen werden, ob ein hohes Maß an Detailgenauigkeit oder lediglich eine schnelle, grobe Gebäudeform benötigt wird.
2:48 Datenübertragung via USB-C: Im Gegensatz zum Leica RTC360 verfügt der BLK2GO über kein externes USB-Laufwerk; die Datenübertragung erfolgt direkt über ein USB-C-Kabel an den Computer.
4:25 Inbetriebnahme und Startposition: Der Scanner sollte idealerweise auf dem mitgelieferten Standfuß gestartet und beendet werden, um die späte Registrierung in der Software zu erleichtern.
6:34 Scanning-Prozess: Nach einer initialen Initialisierungsphase von mindestens 10 Sekunden auf dem Standfuß wird das Gerät aufgenommen, und der Benutzer kann das Gebäude im Gehen (mit nach vorne gerichteter Halbdach-Laserabtastung) scannen.
8:16 Mobile Echtzeit-Kontrolle: Die Begleitung des Scan-Vorgangs über die iPhone-App erlaubt die visuelle Kontrolle des erzeugten Punktwolken-3D-Modells direkt vor Ort.
9:21 Software-Registrierung in Cyclone REGISTER 360: Import und Optimierung der Scandaten am Laptop; Zusammenführung der mobilen BLK2GO-Daten mit den stationären RTC360-Messungen in einer gemeinsamen „Bundle Cloud“.
11:21 Nachbearbeitung und Revit-Export: Das Zuschneiden des Punktwolken-Modells (z. B. einer Pumpstation) nach ca. 25 Minuten Aufnahmezeit; Export als RCP-Format zur Weiterverarbeitung und Wandmodellierung in Autodesk Revit für Präsentationszwecke.
Glossar
Leica BLK2GO (bzw. BLK360): Ein tragbarer, mobiler Bildgebungs-Laserscanner von Leica Geosystems, der handgehalten wird, um schnell dreidimensionale Punktwolken von Räumen und Gebäuden zu erfassen.
Punktwolke (Point Cloud): Eine große Menge von Datenpunkten in einem Koordinatensystem (meist 3D), die die äußere Oberfläche eines Objekts oder einer Umgebung repräsentieren und durch Laserscanning erzeugt werden.
Leica RTC360: Ein High-End-3D-Laserscanner für den stationären Einsatz, der hochpräzise und sehr detaillierte Punktwolken sowie HDR-Panoramaaufnahmen erstellt.
Leica Cyclone REGISTER 360: Eine professionelle Software-Lösung von Leica Geosystems zur Registrierung, Ausrichtung, Bereinigung und Analyse von 3D-Laserscan-Daten.
Bundle Cloud: Ein in der Leica-Software verwendeter Begriff für die Zusammenfassung und gemeinsame Registrierung mehrerer einzelner Scan-Gruppierungen oder Messungen.
Autodesk Revit: Eine weit verbreitete Building Information Modeling (BIM)-Software, die von Architekten, Ingenieuren und Bauunternehmern genutzt wird, um Gebäude und Strukturen in 3D zu modellieren.
RCP-Format: Ein proprietäres Autodesk-Punktwolkenformat (Recepies/Point Cloud Project), das optimiert ist, um große Punktwolkendaten in Software wie Revit oder AutoCAD einzubinden.