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Abstract

Dieser Vortrag bietet eine tiefgehende architektonische Analyse von XLA (Accelerated Linear Algebra), dem spezialisierten Compiler-Ökosystem für maschinelles Lernen von Google. Die Referenten Kevin Gleason und Peter Gavin erläutern die historische Entwicklung und das Schichtenmodell der Zwischendarstellungen (Intermediate Representations, IR) innerhalb von XLA: ausgehend von der ursprünglichen HLO (High Level Optimizer, ca. 2017) über MHLO (Meta-HLO, 2019) bis hin zu StableHLO (2022) als offenem Industriestandard für das OpenXLA-Ökosystem. Ergänzt wird dieses IR-Spektrum durch VHLO zur Gewährleistung mehrjähriger Bytecode-Kompatibilität sowie CHLO zur Bewahrung hochstufiger mathematischer Framework-Abstraktionen.

Darüber hinaus werden die Laufzeit- und Compilerschnittstelle PJRT sowie die interne Funktionsweise des XLA-Compilers detailliert aufgeschlüsselt. Der Compiler verarbeitet funktionale, datenflussbasierte Instruktionsgraphen („Computations“) ohne Rekursion, was eine rein statische Speicherallokation zur Kompilierzeit erzwingt. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Speicher-Layouts (Minor-to-Major-Indizierung, mehrdimensionales Tiling zur Vektorisierung) sowie der Kernel-Fusion (insbesondere Loop Fusion), die als primärer Leistungshebel zur Eliminierung physischer Speicherzugriffe dient. Abschließend adressieren die Referenten Aspekte der Schleifenentrollung („Unrolling“), der Ausführung von Custom Calls sowie Steuerungsmechanismen für die numerische Präzision.

Wichtigste Punkte & Zeitstempel

Glossar

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