Dieses Video zeigt die Demontage, Fehleranalyse und technische Untersuchung eines marinen Winddaten-Wiederübertragungsindikators vom Typ R528e aus dem Jahr 2000. Das Gerät verfügt über ein kreisförmiges Punkt-Strich-Display für die Windrichtung, eine digitale Richtungsanzeige und eine zweistellige Windstärkenanzeige. Die Hardware-Analyse umfasst die CPU-Platine mit einem 6802-Mikroprozessor und 6821-Peripherieschnittstellen-Adaptern, eine analoge Schnittstellenplatine mit einem Synchro-Digital-Wandler sowie die Display-Ansteuerung über ULN-Treiber und PNP-Transistoren. Bei einem Lampentest werden defekte Segmente und fehlende Dezimalpunkte identifiziert. Zudem wird die Schaltung zur Frequenz- und DC-Spannungsmessung für die Windstärke untersucht, inklusive eines Analog-Digital-Wandlers auf Basis sukzessiver Approximation.
Wichtigste Punkte & Zeitstempel
0:00 R528e Einführung: Untersuchung des Winddaten-Wiederübertragungsindikators R528e aus einem Boot mit kreisförmigem Paragraphen-Display und digitaler Windstärkenanzeige.
1:29 CPU-Platine: Das Herzstück des Geräts bildet ein 6802-Mikroprozessor, unterstützt von zwei 6821 PIA-Bausteinen und EPROM-Speichern.
2:16 Schnittstellen und Synchro-Digital-Wandler: Untersuchung der analogen Interface-Platine, die einen Synchro-Digital-Wandler für Marine-Sensoren und Bausteine von Analog Devices enthält.
3:36 Erster Einschalttest: Anlegen der Versorgungsspannung und Durchführung eines Lampentests, der sofortige Fehler wie fehlende Segmente und Punkte offenbart.
5:27 Display-Architektur: Analyse der Ansteuerung von Common-Cathode-Siebensegmentanzeigen mittels ULN-Treibern und PNP-Transistoren mit 180-Ohm-Vorwiderständen.
9:08 Windstärken-Frequenzzähler: Untersuchung der Frequenzmessstufe mit Komparator, Auto-Leveling und einem 16-Bit-Zähler zur Auswertung der Windgeschwindigkeit.
9:54 Analog-Digital-Wandler: Identifikation eines SAR-ADCs (Successive Approximation ADC) zur Verarbeitung von analogen Steuersignalen.
11:15 Potentiometer-Test: Anschließen eines 10-Volt-Potentiometers zur Simulation von Windstärken-Gleichspannungssignalen (Verhältnis von 1 Volt pro 10 Knoten).
Glossar
6802: Ein klassischer 8-Bit-Mikroprozessor von Motorola aus den späten 1970er Jahren, der hier als zentrale Recheneinheit dient.
6821 PIA: Peripheral Interface Adapter von Motorola; ein programmierbarer Ein-/Ausgabe-Baustein zur Verbindung von Mikroprozessoren mit Peripheriegeräten.
Synchro-Digital-Wandler: Ein elektronisches Bauteil, das analoge Drehmelder-Signale (Synchros) von mechanischen Sensoren in digitale Daten umwandelt.
SAR-ADC: Successive Approximation Register Analog-to-Digital Converter; ein Analog-Digital-Wandler, der den Eingangswert durch sukzessive Annäherung (Binärsuche) ermittelt.
ULN-Treiber: Integrierte Darlington-Transistortreiberbausteine (oft von Texas Instruments/Sprague), die hohe Ströme für Displays oder Relais schalten können.
TTL-Logik: Transistor-Transistor-Logik; eine Standard-Schaltungstechnik für digitale integrierte Schaltkreise mit 5-Volt-Pegeln.
EPROM: Erasable Programmable Read-Only Memory; ein nichtflüchtiger Speichertyp, der durch UV-Licht gelöscht und neu programmiert werden kann.
Common-Cathode (Gemeinsame Kathode): Eine Schaltungsanordnung bei LEDs und Siebensegmentanzeigen, bei der alle Kathoden der Segmente miteinander verbunden und an Masse oder einen gemeinsamen Treiber angeschlossen sind.