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Geeignete Prüfgruppe: Eine Fachgruppe aus Ethnologen, Industriearchäologen, Keramiktechnologen und Experten für materielles Kulturerbe.

Abstract

Diese Dokumentation analysiert die traditionellen Herstellungsverfahren der Tonpfeifenbäckerei in der Werkstatt von Lothar Heim in Hilgert (Kannenbäckerland, Westerwald) – dem letzten verbliebenen handwerklichen Betrieb der Region. Die systematische Abhandlung dokumentiert den vollständigen Fertigungsprozess historischer Tonpfeifen und Keramikfiguren von der Rohstoffaufbereitung bis zum Thermoprozess.

Der Prozess beginnt mit der Nassaufbereitung von eisenarmem, plastischem „Wasserton“ in Untertage-Troganlagen (Ätka) und dessen mechanischer Verdichtung im Tonschneider sowie in kolbengetriebenen Rollenmaschinen. Je nach Stiellänge erfolgt die Formgebung entweder über hebelbetriebene Gussmetallpressen oder über manuelles Freihandrollen (Rollen) mit anschließendem Einformen im Schraubstock (Kasten). Besondere Arbeitsgänge umfassen das Einziehen von Stabilisierungsdrähten gegen Verzug, das Entgraten (Putzen), das Porenschließen mittels Trockenreibung (Glattmachen mit dem Artstein) sowie komplexe mehrteilige Formverfahren für Gesteckpfeifen (Jacobs-Pfeifen) und akustische Kuckucksflöten. Der Prozess schließt mit dem Garbrand im Pfeifenofen bei ca. 950 °C ab.

Wichtigste Punkte & Zeitstempel

Glossar

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