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Abstract

Diese Dokumentation analysiert den handwerklichen Fertigungsprozess eines elf Meter langen, formverleimten Vierer-Ruder-Gigs auf der Celler Bootswerft durch die Bootsbaumeister Helmut Rehberg und Ingo Rothermund. Der Bauvorgang repräsentiert eine der letzten traditionellen Konstruktionen dieser Art im Holzbootsbau.

Der Rumpf entsteht aus vier millimeterdünnen Mahagoni-Furnierlagen (0,6 mm Stärke), die in definierter Ausrichtung (quer, doppelt-diagonal und längs zum Kiel) über einen Formblock gelegt, mit Epoxidharz getränkt und unter Vakuumdruck ausgehärtet werden. Der resultierende, 2,5 mm starke Rumpf wiegt vor dem Ausbau lediglich 35 kg. Nach dem Abnehmen von der Helling erfolgt die strukturelle Integration mittels Laser- und Schnurausrichtung (Visier-Peilung zur Festlegung der Helix-Scherlinie). Die Versteifung der Zelle gegen Torsionskräfte basiert auf 14 Querträgern, bündig eingelassenen Meranti-Diagonalleisten sowie 20 maßgefertigten Halbspanten, deren Winkel mittels Schmiege individuell an die Rumpfkurvatur angepasst werden. Die elf Meter langen Waschborde werden aus Abachi-Planken über präzise Schäftungen zusammengesetzt. Den strukturellen Abschluss bilden der mittels Schulkreide-Passprobe eingepasste Massivholz-Vorsteven, der Achtersteven sowie der gelochte Außenkiel. Das fertige Boot wiegt 80 kg und ist für eine Traglast von 600 kg ausgelegt.

Wichtigste Punkte & Zeitstempel

Glossar

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