Das Dokument präsentiert ein von Drew DeVault erstelltes Verzeichnis einflussreicher Persönlichkeiten der Open-Source- und Freie-Software-Bewegung (FOSS), die aufgrund kontroverser öffentlicher Haltungen, politischer Ansichten oder persönlicher Verfehlungen als „Weird little guys“ eingestuft werden. Die Liste umfasst Entwickler, Gründer und Investoren wie Alex Gleason, Andreas Kling, Brendan Eich und Richard Stallman. Jedes Profil benennt konkrete Projekte, finanzielle Verbindungen sowie dokumentierte Vorfälle im Zusammenhang mit Rassismus, Transphobie, Verschwörungstheorien oder rechtspopulistischen bis -extremistischen Aktivitäten. Das Verzeichnis dient als kritische Dokumentation sozialer und politischer Strömungen innerhalb der Tech-Community und schließt Aufrufe zu jeglicher Belästigung der aufgeführten Personen explizit aus.
Wichtigste Punkte
Alex Gleason: Entwickler der Software für Truth Social und prominente Figur in der Nostr-Community; 2023 wegen offener Transphobie von einer Mastodon-Instanz ausgeschlossen; finanziell unterstützt durch Jack Dorsey.
Andreas Kling: Gründer von SerenityOS und dem Ladybird-Webbrowser; zeigte sich solidarisch mit umstrittenen Positionen von David Heinemeier Hansson (DHH) zu ethnischer Säuberung und lehnte geschlechtsneutrale Pronomen sowie den Begriff „Punch Nazis“ ab.
Andy Yen: Gründer von Proton; geriet in die Kritik, da er und sein Unternehmen sich im Frühjahr 2025 öffentlich positiv über die Republikanische Partei und Donald Trump äußerten.
Brendan Eich: Mozilla-Co-Gründer, Schöpfer von JavaScript und CEO von Brave; trat nach einer Spende gegen die gleichgeschlechtliche Ehe von Mozilla zurück und geriet wegen der Unterstützung der Website Kiwi Farms über den Brave-Kryptodienst in die Kritik.
Bryan Lunduke: Betreiber des „Lunduke Journal“; nutzt YouTube und X zur Verbreitung anti-progressiver Inhalte, Transphobie und DEI-Verschwörungstheorien.
Curtis Yarvin: Gründer von Urbit und Vordenker der reaktionären „Dark Enlightenment“-Bewegung; übt direkten Einfluss auf US-Politiker wie J.D. Vance und Tech-Investoren wie Peter Thiel aus.
Dan Gisselquist: Gründer von ZipCPU; lehnte NLNet-Förderung wegen des IEEE-Ethikkodex ab und äußerte öffentlich christlich begründete transphobe, homophobe und ableistische Positionen.
Daniel Berntsson: Co-Gründer von Mullvad VPN; spendete im Juni 2026 rund 500.000 US-Dollar an die schwedische, anti-israelische und migrationsfeindliche Örebro-Partei.
Daniel J. Bernstein (djb): Bekannter Kryptograf; wurde gemeinsam mit seiner Frau Tanja Lange mit Vorwürfen konfrontiert, dem wegen sexueller Belästigung beschuldigten Jacob Appelbaum ein Umfeld für entsprechendes Verhalten geboten zu haben.
David Heinemeier Hansson (DHH): Mitentwickler von Ruby on Rails und CTO von 37signals; veröffentlichte Blogbeiträge mit ethnoreligiösen Hundepfeifen und Forderungen nach der erzwungenen Vertreibung von Nicht-Weissen aus Grossbritannien.
Enrico Weigelt (metux): Gründer des Xorg-Forks Xlibre; vertritt radikal rechte Positionen, äußerte in E-Mails Holocaust-Leugnung und macht alliierte Kräfte für den Zweiten Weltkrieg verantwortlich.
Eric S. Raymond (esr): Mitgründer der Open Source Initiative; veröffentlicht regelmässig rassistische, homophobe und sexistische Texte auf seinem Blog „Armed and Dangerous“.
Eron Wolf: Gründer von FUTO; lehnt die Open-Source-Definition ab und unterhält Verbindungen zu Technofaschisten wie Curtis Yarvin sowie Recht-auf-Reparatur-Aktivisten.
Evgeny Poberezkin: Entwickler von SimpleX Chat; spendete an die britische Partei Reform UK und verbreitete auf X rassistische, transphobe sowie COVID-19-Verschwörungstheorien.
Fiatjaf: Führender Entwickler des Nostr-Protokolls; Anhänger des brasilianischen Verschwörungstheoretikers Olavo de Carvalho und finanziell von Jack Dorsey unterstützt.
Guillermo Rauch: Gründer und CEO von Vercel; unterstützte öffentlich Elon Musks Plattform X und zeigte sich in einem Treffen mit Benjamin Netanjahu.
Jack Dorsey: Co-Gründer von Twitter und Block; finanzieller Hauptsponsor von Nostr sowie Unterstützer mehrerer umstrittener Entwickler wie Andreas Kling und Evgeny Poberezkin.
Jacob Appelbaum: Ehemaliger Tor-Mitwirkender; wurde 2016 nach schwerwiegenden Anschuldigungen wegen sexueller Belästigung, Nötigung und Vergewaltigung aus Projekten wie Tor und Debian ausgeschlossen.
Jeff Geerling: YouTube-Creator und Blogger; katholischer Aktivist gegen Abtreibung und Empfängnisverhütung; löschte nach öffentlicher Kritik ältere Blogbeiträge zu diesen Themen.
Justin M. Keyes: NeoVim-Maintainer; beendete eine GitHub-Debatte über die Entfernung eines DHH-Zitats mit massiver Kritik an den Protestierenden und verbreitete rechte Inhalte.
Laslo Hunhold: Vorstandsvorsitzender von suckless.org; veranstaltet mit Mitgliedern Fackelmärsche in Deutschland, die historisch dem Nationalsozialismus nachempfunden sind, und wehrte sich gegen eine Faschismus-Distanzierung.
Louis Rossmann: Recht-auf-Reparatur-YouTuber; äußerte sich kritisch über transgeschlechtliche Personen und trat unter Pseudonym als Poster auf der Harrassments-Website Kiwi Farms in Erscheinung.
Michael B. Paulson (ThePrimeagen): Twitch-Streamer; ist als Redner auf der Konferenz Omacon 2026 von DHH aktiv und unterstützt Ladybird sowie Omarchy finanziell.
Mitchell Hashimoto: Hashicorp-Co-Gründer; Investor und Entwickler des Terminal-Emulators Ghostty; unterhält enge finanzielle und geschäftliche Netzwerke mit Investoren und Projekten aus dem DHH-Umfeld.
Rafał Kucharski (Vaxry): Entwickler von Hyprland; betreibt eine Community mit toxischem Umgangston, lehnte Verhaltenskodizes ab und wurde von freedesktop.org ausgeschlossen.
Richard M. Stallman (rms): Gründer der FSF und des GNU-Projekts; verteidigte auf seiner Website wiederholt sexuelle Übergriffe, Inzest, Pädophilie und Verfehlungen im Bereich des Kindesmissbrauchs.
Tobias Lütke: Shopify-CEO; verteidigte die Plattformierung der rechtsextremen Boulevardzeitung Breitbart und unterstützte Vorschläge zur Einschränkung des Wahlrechts basierend auf Vermögen.
Vincent Canfield: Betreiber des E-Mail-Dienstes cock.li; stellt extremistischen und marginalisierten Akteuren anonyme E-Mail-Adressen unter extremen Domainnamen zur Verfügung.