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Abstract

Diese geopolitische und technologische Analyse untersucht Chinas tatsächliche Haltung zur Sicherheit von Spitzen-Künstlicher-Intelligenz (Frontier AI) im Kontrast zu westlichen Annahmen. Entgegen den Hoffnungen US-amerikanischer Spitzenlabore auf gegenseitige Drosselung verfolgt Peking ein striktes „Speed-First“-Paradigma. Zwar artikulieren offizielle Dokumente wie das AI Safety Governance Framework 3.0 detaillierte Risiken bezüglich autonomer Selbstreplikation, Kontrollverlust und Systemausbrüchen, die rechtliche Praxis priorisiert jedoch ausschließlich schnellen Fortschritt und breite Marktdurchdringung. Regulierungen konzentrieren sich auf Inhaltskontrolle, Datenschutz und die Anwendungsebene, während das Training von Spitzenmodellen keinerlei Rechenleistungs-Schwellenwerten, Vorabprüfungen oder verbindlichen Sicherheitsnachweisen unterliegt. Eine empirische Auswertung von 857 Modellveröffentlichungen führender chinesischer Entwickler zeigt, dass nur 3,6 % von quantitativen Sicherheitsdaten begleitet wurden und lediglich 1,1 % zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Chinesische Juristen und Funktionäre betrachten mangelnde technologische Entwicklung als das größte Sicherheitsrisiko, während existenzielle Risikowarnungen aus den USA zunehmend als geopolitisches Narrativ zur Verlangsamung Chinas („Oppenheimer-Marketing“) interpretiert werden.

Wichtigste Punkte

Diskussions-Highlights

Glossar

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