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Abstract

Diese ethnografisch-kulinarische Analyse dokumentiert die traditionellen Methoden der Lachs-Konservierung und -Veredelung in der Stadt Murakami (Präfektur Niigata), deren Wurzeln bis in die Heian-Zeit (794–1185 n. Chr.) zurückreichen. Im Zentrum steht die biochemische und rituelle Verarbeitung des Lachses (Sake).

Der Prozess zeichnet sich durch eine Zero-Waste-Philosophie aus, bei der sämtliche Organe – einschließlich Nieren (Seno-takumi), Milch (Shirako), Leber und der Schädelknorpel (Hizu) – verwertet werden. Eine Besonderheit ist die rituelle Schnitttechnik am Bauch, die bewusst einen Gewebesteg intakt lässt, um die Symbolik des rituellen Selbstmords (Seppuku) zu vermeiden und Respekt gegenüber dem Tier auszudrücken. Durch eine vierwöchige Lufttrocknung im spezifischen Mikroklima Murakamis (Kageboshi) initiieren körpereigene Enzyme eine Proteolyse, die Proteine in geschmacksintensive Aminosäuren (Umami) spaltet. Zudem wird die anaerobe, milchsaure Fermentation von Lachs mit Reis und Kōji-Kulturen (Sake-no-Iizushi) dargestellt.


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